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System "Kirche" und die Folgen

Aufgrund meiner persönlichen Geschichte (ehemalige Konfession: Neuapostolische Kirche) und meiner Kenntnis, dass in diesem Bereich viel zu wenig Angebote existieren, möchte ich mit meiner Beratung insbesondere auch Kirchenaussteiger ansprechen.

 

Religiöse Erziehung kann u.a. folgende Schwierigkeiten hervorrufen:

 

  • Ängste
  • Soziale Isolation
  • Zwänge
  • Verdrängung von Gefühlen
  • Sexuelle Schwierigkeiten
  • Das Gefühl, nicht in Ordnung zu sein
  • Ausschalten des logischen Denkens

 

Ich liste hier ein paar mögliche Folgen auf, die ein verinnerlichtes christliches Glaubenssystem sowie der Ausstieg daraus auslösen können:

 

  • In einigen Fällen hat ein Kirchenausstieg zur Folge, dass der komplette Bekanntenkreis wegbricht, Rituale ins Schwanken geraten, Schuldgefühle und Ängste ausgelöst werden, Vorwürfe vonseiten der Familie auszustehen sind. Manchmal geht es für bezahlte Beschäftigte wie höhere Amtsträger auch um eine finanzielle Notlage.
  • Vor allem der „soziale Halt“ oder die „soziale Eingebundenheit“ in das System kann nach einem Austritt schwerwiegende Folgen haben, nämlich plötzliche Einsamkeit, mitunter sogar Verachtung vonseiten der Gemeinde für den „Nestbeschmutzer“.
  • Die Menschen, mit denen ich hinsichtlich dieses Themas geredet habe, äußern immer wieder, dass sie irgendwann dazu übergegangen sind, sich zu fügen oder sich stets und ständig darüber aufzuregen, was am Altar vermittelt wird. Manche trauen sich auch gar nicht, gegen die Kirche etwas zu sagen, weil ihnen in der Kindheit immer wieder eingeschärft wurde, dass Amtsträger die höchste Autorität sind und ein Dagegenreden einer Gotteslästerung gleichkäme.
  • Verankert ist auch der Glaube daran, dass das Erdenleben nicht das richtige Leben sei und letztendlich nur Vorbereitung auf das Leben bei und mit Gott. Das kann dazu führen, dass die Existenz auf Erden als etwas Sinnloses, Müssendes, Sündiges angesehen wird, was wiederum dazu führt, dass die Freude am Leben, die Vitalität, Ziele, Wünsche etc. verneint, nicht genossen oder als sinnlos betrachtet werden.
  • Manche kommen in folgendes moralisches Dilemma: Sie lernen Menschen kennen, die einer anderen Konfession angehören. Aber diese sind nicht „auserwählt“, das Reich Gottes kennenzulernen. Für ein Kind bedeutet das, dass seine Spielkameraden zwar auf Erden da sind aber letztendlich nicht auserwählt und somit auf gewisse Weise „verloren“.
  • Die Überzeugung, zu einem auserwählten Volk zu gehören, kann zu einer narzisstischen Weltansicht führen.
  • Verantwortung wird abgegeben, denn alles, was entschieden werden könnte, ist eh schon vorbestimmt und nicht mehr wählbar, da Gott alles lenkt. Es ist somit völlig gleichgültig, wofür oder wogegen sich ein Mensch entscheidet, es ist immer Gottes Wille. Das kann auch Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit oder Wut auslösen.
  • Alle Taten werden im „Lebensbuch“ notiert. Es gibt nichts, was unentdeckt bleibt. Gott sieht alles.

 

 

Das sind nur ein paar mögliche Folgen.

Nach Bearbeitung meiner eigenen Vergangenheit in diesem System, habe ich die notwendige Neutralität und Sachlichkeit erreicht, um auch für Kirchenaussteiger psychologische Beratung anzubieten, was mir sehr wichtig ist.

 

Bei Interesse kontaktieren Sie mich.

 

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